Yuli

Yuli

Kuba 2018

Carlos Acosta, von seinem Vater nach einem afrikanischen Kriegsgott Yuli genannt, macht bereits als kleiner Junge auf den Strassen von Havanna von sich reden. Er hat Rhythmus im Blut, bewegt sich wie kein anderer und zieht damit die Aufmerksamkeit zahlreicher weiterer Kinder auf sich. Als Yulis Vater sein Talent erkennt, fackelt er nicht lange: Anfangs der 80er-Jahre steckt er den Jungen in die staatliche kubanische Ballettschule und legt somit den Grundstein für eine sagenhafte Karriere als Tänzer.
Acosta wächst in einem der ärmsten Stadtteile Havannas auf, schafft es bis ans English National Ballet und wird als erster dunkelhäutiger Tänzer dazu berufen, Shakespeares Romeo zu spielen – doch eine Verletzung, die er sich als junger Mann zuzieht, lässt ihn nach Kuba zurückkehren, wo er seinen Lebenshunger auslebt und nach all den Jahren, in denen nur der Tanz zählte, seine Karriere gefährdet.
Nicht nur Talent sondern auch intensives Training, eingeimpfte Disziplin und die harte Hand seines Vaters führen Acosta auf den Weg eines legendären Ballett-Tänzers. Im Biopic über den Kubaner wird zu keinem Zeitpunkt ein Hehl daraus gemacht. Zwar ist der junge Carlos ausgesprochen begabt, doch Yuli führt insbesondere vor Augen, dass dies nur ein kleiner Teil dessen ist, was hinter seinem Erfolg steckt.

Icíar Bollaín legt mit Yuli ein humorvolles, berührendes und aufregend komponiertes Werk vor, in dem Choreografien auf eindrückliche Art und Weise mit verschiedenen Erzählebenen und Perspektiven verwoben werden, womit die spektakulär gefilmte Symbiose aus Erzählung und Tanz bei weitem nicht nur Ballettinteressierte begeistern dürfte.
(Cineman)

Vorgeschlagen von: 

Klara Bosshart

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