Filmklub 2.0

Der Filmklub Wohlen legt eine Pause ein

1. Juni 2019

Geschätzte Mitglieder und Interessenten des Filmklub Wohlen

Bekanntlich wird das Kino Rex zurzeit umgebaut. Als Cine Freiamt sollte es im Herbst neu mit drei Sälen wiederöffnet werden. Dies war zumindest der Wunsch des neuen Eigentümers, des in Villmergen aufgewachsenen Sascha Heubacher. Auch der Filmklub Wohlen hat auf eine Wiedereröffnung im Herbst gehofft, so dass wir wie gewohnt ab Oktober ein Dutzend auserlesene Filme hätten zeigen können, bedingt durch einen kleineren Saal neu an zwei Abenden.

Leider ist zwischenzeitlich die Hoffnung der Realität gewichen. Durch eine Einsprache zu einer geplanten neuen Zufahrt sowie diversen Verhandlungen mit Liegenschaftsbesitzern angrenzender Parzellen, der Gemeinde Wohlen und dem Kanton Aargau verzögert sich das ganze Bauvorhaben. Der Zeitpunkt einer Wiedereröffnung des Kinos ist ungewiss, eine Eröffnung im Herbst auf jeden Fall unrealistisch.

Unter diesen Umständen ist es für den Filmklub schwierig zu planen. Denkbar gewesen wäre ein reduziertes Programm; ohne verbindliches Eröffnungsdatum ist aber selbst das eine Herausforderung. Wir haben uns deshalb schweren Herzens und in Absprache mit Sascha Heubacher dazu entschieden, eine Filmklubsaison auszulassen und eine Pause einzulegen.

Wir würden uns natürlich freuen, Sie vorher einmal im Open Air Kino in Wohlen anzutreffen. Der Filmklub Wohlen durfte auch dieses Jahr wieder das Programm mitgestalten.

Wir hoffen auf Ihr Verständnis.

Mit cineastischen Grüssen

Ihr Filmklub-Team

 

Filmklub 2.0 - Saison 2020/2021

Drei kleine Säle, was bedeutet das für den Filmklub?

Bisher hatten unsere Mitglieder an einem Abend, mit ganz wenigen Ausnahmen, problemlos Platz, weil wir den Film zweimal hintereinander vorführten und der Saal eine Kapazität von 290 Plätzen ausweist. Wie von Geisterhand gesteuert, haben sich die durchschnittlich 500 Besucher in etwa gleichmässig auf die zwei Vorstellung verteilt. Der grösste Saal wird neu aber nur eine Kapazität von 150 Plätzen haben. Alle drei Säle zu belegen kommt aus diversen Gründen nicht in Frage. Also bleibt uns nichts anderes übrig, als den Film neu viermal zu zeigen. Das bedeutet für uns einen zusätzlichen Aufwand, in personeller wie auch in finanzieller Hinsicht, hat für unsere Mitglieder aber auch einen Vorteil: Neu hat man die Wahl, den Film entweder am Dienstag oder am Mittwoch zu sehen.

Flexibler, aber komplizierter?

Wir kommen nicht darum herum, neu mit einem Reservationssystem zu arbeiten. Filmklubmitglieder werden für sich einen Platz reservieren müssen – und das am liebsten online. Sascha Heubacher hat sich aber bereit erklärt, auch telefonische Reservierungen entgegenzunehmen. Das ist nicht unwesentlich, wenn man die Altersstruktur unserer Mitglieder bedenkt, die bestenfalls aus Digital Immigrants besteht. Wie das alles im Detail funktionieren soll, werden wir rechtzeitig kommunizieren. Bedingt durch das Reservationssystem, wird neu auch die Abendkasse vom Kinobesitzer betrieben. Man kann bei uns als Nicht-Mitglied ja auch Einzeleintritte lösen.

Bleibt es bei den tiefen Mitgliederbeiträgen?

Der Filmklub Wohlen hat in den letzten acht Jahren sechsmal ein Defizit verbuchen müssen. Wir kommen deshalb nicht darum herum, die entstehenden Mehrkosten, die primär aufgrund der höheren Saal- und Filmmiete resultieren, auf unsere Mitglieder zu überwälzen. An der letzten GV wurden daher die folgenden neuen Mitgliederbeiträge beschlossen: 60 Franken für alle 12 Filme, 40 Franken für 8 Filme (4 selbstgewählte im Abendprogramm, 3 Matineen, Filmklassiker) und 30 Franken für Lehrlinge und Studenten (alle 12 Filme). Prozentual gesehen, könnte man den notwendigen Aufschlag für die ersten beiden Kategorien als massiv bezeichnen. Mit 5 Franken pro Film ist unser Angebot aber nach wie vor sehr attraktiv. Noch attraktiver für Lehrlinge und Studenten, die nur die Hälfte, also 2.50 Franken, bezahlen.