Die Reise des Bashô

Die Reise des Bashô

CH, 2018 (97min)

Im Herbst 1684, zehn Jahre vor seinem Tod, beginnt der japanische Dichter Matsuo Bashô eine Wanderung durch unberührte Naturlandschaften. Er meditiert über Mond, Wind und Natur, das Leben und den Tod. Der Filmer Richard Dindo ist seinen Spuren gefolgt. Der Mönch Hiroaki Kawamato verkörpert den Wanderer Bashô. Der Schweizer Schauspieler Christian Kohlund spricht Gedichte und Tagebucheintragungen des «geistigen Vaters» der Haiku-Poesie. Eine Pilgerreise und impressionistisches Reisetagebuch.
Die Reise des Basho
...

«Es ist eine Art 'Mischfilm', weder rein dokumentarisch noch Spielfilm. Er hat keine Dialoge, nur Situationen. Die Bilder werden durch Ausschnitte aus den Reisetagebüchern kommentiert. Der Dichter wird durch seine eigenen, autobiografischen Texte porträtiert», erklärt Regisseur Dindo. Seine Streifzüge durch Naturlandschaften in Japan, scheinbar unberührt und unbeschadet auch nach 350 Jahren, wirken wie Impressionen zu den Bashô-Texten. Eine Zen-Betrachtung. Man möchte meinen, Dindo und sein Kameramann Roger Watch wollten die Unvergänglichkeit der Natur beschwören, akzentuiert durch Bashôs Huldigungen der Schönheit und Natur. Ein sanftes filmisches Essay, das zur Entschleunigung, Besinnung und Beschaulichkeit beiträgt.

Vorgeschlagen von: 

Klara Bosshart

Anzahl Stimmen: 2403

Neuen Kommentar schreiben